Jahresbericht 2010
Zwischenbericht 2010

Die 3. Gruppe (1. HIPPY-Jahr)

Bereits vor der Werbephase in den Kindertageseinrichtungen war die Interessiertenliste der türkischen Familien voll. Dies brachte die Schwierigkeit mit sich, dass die Werbephase für türkische Familien sehr gebremst durchgeführt wurde, um auch Familien aus anderen Kulturkreisen die Teilnahme am Programm zu ermöglichen. Letztlich gab dann die kulturelle Ausgewogenheit sowie der Bedarf der jeweiligen Familie den Ausschlag für die Zusage. Einzelnen Familien musste abgesagt werden – vor allem Familien, die sich erst nach dem Programmstart im September gemeldet hatten.
Die Gruppe 3 ist mit 21 Familien damit übervoll belegt (angestrebt sind 15 Familien pro Gruppe). Damit sind die Hausbesucherinnen an ihre absolute Grenze gestoßen. Weitere Familien bzw. Gruppen können aus finanziellen Gründen nicht aufgenommen werden.

Die kulturelle Verteilung sieht wie folgt aus:
12 Familien mit türkischem Migrationshintergrund
7 russisch-sprachige Familien
1 tamilische Familie
1 italienische Familie

Auch in dieser Gruppe bestätigt sich der Trend, dass die Familien mit türkischem Migrationshintergrund die Hauptgruppe in den 14-tägigen Gruppentreffen bilden. Aus den anderen Kulturgruppen sind Arbeitstätigkeit sowie Sprachkurse der Grund für die Nicht-Teilnahme an den Gruppentreffen.
Die Gruppe ist insgesamt stabil und motiviert. Nur eine türkische Familie hat bislang das Programm verlassen, so dass es nunmehr 20 Familien sind.

Die 2. Gruppe  (2. HIPPY-Jahr)

Nachdem 4 Familien (2 türkisch-, 2 russisch-sprachige) nach dem 1. HIPPY-Jahr aus dem Programm ausgestiegen sind, wurde die Gruppe mit 5 quereinsteigenden Familien wieder aufgefüllt. Dies brachte eine neue positive Dynamik für die Gruppentreffen, da nun mehr Familien mit russischem Migrationshintergrund teilnehmen und der Austausch sehr offen und rege ist. Insgesamt nahmen seit September 16 Familien teil. Zum Ende des letzten Jahres haben jedoch 2 Familien das Programm beendet, was bei beiden Familien an innerfamiliären Gründen lag, so dass dem Programm kaum noch Zeit und Aufmerksamkeit zukommen konnte. Beiden Familien haben wir den Ausstieg nahegelegt, was bei einer Familie auch zu deutlicher Erleichterung führte.

Die kulturelle Verteilung bei den jetzt 14 Familien ist wie folgt:
7 Familien mit russischem Migrationshintergrund
6 Familien mit türkischem Migrationshintergrund
1 britisch-kenianische Familie
In dieser Gruppe wird bei der Materialeinführung häufig auf ergänzende oder abwandelnde Übungsmöglichkeiten hingewiesen. Die Eltern werden ermutigt sehr individuell und an Leistungsniveau und Bedürfnisse des Kindes angepasst mit den Materialien umzugehen.

Zusätzliche Angebote

Weihnachtstreffen 2009Da mehr als ein Drittel aller Mütter nicht an den Gruppentreffen teilnehmen können, werden einige spezielle Gruppentreffen in den Nachmittagsstunden angeboten. Dazu gehören ein Bibliotheksbesuch, die Weihnachtsfeier sowie der für März geplante Spieleabend zum Thema Sprachförderung.
Um den Kontakt und die Beratung auch seitens der Leitungsebene über das Jahr aufrecht zu erhalten, besucht die Koordinatorin seit Anfang des Jahres alle Familien, die nicht an den Gruppentreffen teilnehmen können.
Der mit dem IB gemeinsam angebotene niederschwellige Deutschkurs konnte aufgrund der schwierigen Teilnahmekriterien leider nicht weiter geführt werden.
Die Idee, die aus dem Bedürfnis einer HIPPY-Gruppe entstanden ist, ein eigenes Müttersport-angebot in den Vormittagsstunden zu organisieren, wurde aus verschiedenen Gründen vorerst auf Eis gelegt.

Nachtreffen der ersten Gruppe

Im Herbst 2009 hat ein Nachtreffen der ersten HIPPY-Gruppe stattgefunden. Dabei wurde über den Schuleinstieg (soweit erfolgt) und über die Wirkung von HIPPY berichtet. Die anwesenden Eltern sind von der Wirksamkeit des Programms überzeugt und vermissen die Austauschmöglichkeiten, die sie in den Gruppentreffen bei HIPPY kennengelernt haben. Mehrere der Mütter sind inzwischen als Lesemütter in den Schulen engagiert. Die Kinder hatten mehrheitlich einen guten Schulstart, nur bei einem Kind gibt es Probleme im Lehrerin-Schüler Kontakt.
An die Schulen ist kürzlich ein Evaluationsbogen verschickt worden, in welchem die Bekanntheit und Wirksamkeit des HIPPY-Programms erfragt wird.

Auch das 3. HIPPY-Jahr ist gut angelaufen und wir hoffen auf weitere positive Wirkungen und finanzielle Stabilisierung.

Ansprechpartner

Marion Telgenbüscher
Tel. 07274-9491804

Bürozeiten:
Montag – Donnerstag,  vormittags
und Mittwoch nachmittags

in den Räumen des
DKSB Germersheim
Waldstr. 5

Mitarbeiterinnen:
Irina Wetterauer
Kiymet Cakin

KSB Verantwortliche

Sevki Demir

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