Jahresrückblick 2009
Jahresrückblick 2009

Im Januar dieses Jahres ist Marianne Königsamen an den Kinderschutzbund Kreisverband Germersheim mit der Idee herangetreten, für Kinder, die keine eigenen Großeltern (mehr) haben oder diese zu weit entfernt wohnen, Ersatzgroßeltern zu suchen, die gerne Zeit mit ihnen verbringen möchten.
Die Vorstandschaft ließ sich schnell von der guten Idee, die drei Generationen verbinden und von der alle Beteiligten profitieren sollen, schnell überzeugen und nahm „Ersatzgroßeltern“ als neues Projekt im 25-jährigen Jubiläumsjahr in das Angebot des Kinderschutzbundes auf.
Somit begann die Planungsphase, bei der das Konzept  erstellt, die Rahmenbedingungen geschaffen, die Flyer sowie Fragebogen entworfen, gedruckt und Öffentlichkeitsarbeit betrieben wurde. Die Initiatorin wurde dabei von Markus Terner, Vorstandsmitglied und dem KSB-Verantwortlichen für dieses Projekt nach Kräften unterstützt.
Der Start erfolgte am 6. April 2009.
Seither haben sich 46 junge Familien aus dem gesamten Kreis Germersheim (incl. der Randgebiete) mit insgesamt 78 Kindern im Alter zwischen 5 Monaten und 12 Jahren bei uns gemeldet. Es handelt sich vorwiegend um allein erziehende Mütter und in den Neubaugebieten der Gemeinden zugezogene Familien, die vor Ort auch die Integration suchen. Hier wurde unser Angebot begeistert aufgenommen und als notwendig bezeichnet.
Es gestaltet sich jedoch ungleich schwieriger, die mittlere bzw. ältere Generation  für die gute Sache zu gewinnen. Diese wollen direkt und persönlich angesprochen werden. Hier soll, wie bereits im 2. Halbjahr 2009 geschehen und bereits für 2010 weiter geplant, die Aufklärungsarbeit durch Infoabende und Vorträge in den einzelnen Gemeinden betrieben werden, um gezielt die Schwellenangst zu nehmen, Fragen zu beantworten und Bedenken auszuräumen.
Bis zum Ende dieses Jahres hatten wir 9 Zusammenführungen zu verzeichnen, hiervon konnten wir 7 Verbindungen erfolgreich vermitteln, in dem sich 2 junge Großelternpaare, 1 Opa und 3 Omas als Ersatzgroßeltern zur Verfügung gestellt haben und  2 zugezogene Familien wurden zusammengeführt, die im gleichen Ort wohnen und Kinder im vergleichbaren Alter haben, um sich gegenseitig zu unterstützen.
Neue Mitglieder konnten so für den Verein gewonnen werden.
Durch die positive Resonanz in der Bevölkerung, die Vorträge bei den insgesamt 6 Infoveranstaltungen und dank der Unterstützung durch die Presse, hat der Kinderschutzbund Germersheim hierdurch im ganzen Kreis und darüber hinaus, an Bekanntheitsgrad gewonnen.
Es wurden bisher ca. 500 Arbeitsstunden und 1.742 Fahrkilometer investiert.
Die wöchentlichen Sprechzeiten in den Räumen des Kinderschutzbundes, immer dienstags von 13.00 bis 16.00 Uhr, werden gerne angenommen und sind immer gut ausgelastet.
Das Projekt befindet sich noch in der Aufbauphase. Das überwältigende Interesse seitens der jungen Familien, die sich Unterstützung erhoffen, die Lebenserfahrung, Gelassenheit und die andere Sichtweise der älteren Generation zu würdigen wissen und gerne eine Wunschoma, Wunschopa oder noch besser, beides als Familienzuwachs begrüßen würden, gibt uns recht und zeugt von einem Defizit in unserem Landkreis. So wird es im Jahr 2010 für die Projektleitung das Ziel sein,  möglichst viele Senioren/Paten zu finden, zu überzeugen und zu mobilisieren, eine sinnvolle Aufgabe zu übernehmen um einen wertvollen Beitrag für eine menschlichere Gesellschaft zu leisten.
Langfristig wollen wir ein Umdenken erreichen, was die alt hergebrachten Familienstrukturen betrifft. Wir streben emotionale, langfristige und generationsübergreifende Verbindungen an, von der alle profitieren sollen, insbesondere die Kinder.

Kinderschutzbund-Germersheim
Unser Angebot
Ersatzgrosseltern
Jahresrückblick 2009