

Der Arbeitsbereich begleiteter Umgang gliedert sich folgendermaßen: In der Vorbereitungsphase werden beide Elternteile zu getrennten Beratungsgesprächen eingeladen. Danach lernen die Kinder die betreuende Person kennen. In der Phase des begleiteten Umgangs können Umgangsberechtigte und Kinder sich auf neutralem Boden und in einem geschützten Rahmen treffen. Die Kontakte können sowohl unter der Woche als auch an Wochenenden und Feiertagen stattfinden. Sie werden von speziell geschulten Mitarbeiterinnen begleitet, die das Wohl der Kinder in den Vordergrund stellen. In der letzten Phase werden Eltern und Kinder auf einen freien Umgang vorbereitet. In dieser Zeit ist es auch möglich, dass nur noch die Übergaben, nicht aber die Kontaktzeit selbst betreut werden.
Insgesamt betreuten wir 38 Fälle im begleiteten Umgang. Die meisten Familien wurden uns von den Amtsgerichten (16) oder dem Jugendamt bzw. der AWO (18) zugewiesen. Nur vier Familien kamen von sich aus, weil sie von diesem Angebot des Kinderschutzbundes gehört hatten. Von den 56 betroffenen Kindern konnten 30 ihren umgangsberechtigten Elternteil in Räumlichkeiten, die der Kinderschutzbund zur Verfügung gestellt hatte, sehen. Insgesamt fanden 26 Kennenlern-Termine, 110 begleitete Kontakte und 24 begleitete Übergaben statt. 244 Zeitstunden wurden von den 17 aktiven ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen allein hierfür investiert; nicht gerechnet wurde dabei die Zeit für Organisation, Schulungen und Teamsupervisionen sowie Fahrtzeiten. Weitere vier Familien befinden sich zur Zeit noch in der Vorbereitungsphase.
Sollten Sie sich für die nächste Schulung nach den Sommerferien interessieren, so können Sie sich bereits jetzt unter der Telefonnummer 07274-8847 an uns wenden.
